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ZEHA Geschichte

1897

Der Anfang

Die Geschichte von ZEHA beginnt 1897 im thüringischen Weida. Die Stadt ist zu dieser Zeit ein bedeutender Standort der Lederherstellung und Schuhproduktion. In diesem Umfeld gründet der Schuhmacher Carl Häßner seine eigene Schuhfabrik. Aus seinen Initialen entsteht der Name ZEHA. Was mit klassischem Schuhmacherhandwerk beginnt, entwickelt sich über Jahrzehnte zu einer besonderen Kompetenz im Sportschuhbau. Konstruktion, Funktion und Haltbarkeit bestimmen diesen Weg – Prinzipien, die ZEHA bis heute prägen.

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1909

Fußball wird Teil der Geschichte

Fußball spielt früh eine besondere Rolle in der Familie Häßner. Carl Wilhelm Heinrich Häßner, Sohn des Firmengründers, tritt 1909 dem neu gegründeten 1. FC Thüringen Weida bei. Von 1922 bis 1945 steht er an der Spitze des Vereins und führt ihn bis in die höchste deutsche Spielklasse seiner Zeit. Die enge Verbindung zum Fußball begleitet damit schon früh die Entwicklung der Familie und später auch die Geschichte von ZEHA.

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1925

Aufbruch nach schwierigen Jahren

Nach den schwierigen Jahren des Ersten Weltkriegs und der Inflation wächst die Schuhfabrik Carl Häßner wieder. 1925 steigt die Produktion, und Sportschuhe gehören bereits zum Sortiment von ZEHA. Die Verbindung von Schuhmacherhandwerk und Sport ist damit schon in den 1920er Jahren Teil der Unternehmensgeschichte – Jahrzehnte bevor ZEHA zu einem international erfolgreichen Spezialisten für Sportschuhe wird.

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1935

Die zweite Generation

Nach dem Tod des Firmengründers Carl Häßner übernimmt sein Sohn Carl Wilhelm Heinrich Häßner 1935 die Schuhfabrik. Rund 30 Mitarbeiter sind zu dieser Zeit im Unternehmen beschäftigt. Damit beginnt die zweite Generation des Familienbetriebs – fast vier Jahrzehnte nach seiner Gründung in Weida.

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1947

Ein neuer Standort

Zum 50-jährigen Bestehen beginnt für ZEHA ein neues Kapitel. In Hohenleuben entsteht eine neue Schuhfabrik, deren Grundstein bereits 1946 am Fuße der Ruine Reichenfels gelegt wird. Ende 1947 folgt das Richtfest. In den folgenden Jahren wird die Produktion schrittweise von Weida nach Hohenleuben verlagert. Der neue Standort wird für die kommenden Jahrzehnte zum Zentrum der ZEHA-Schuhproduktion..

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1955

ZEHA wird Sportschuhspezialist

In den 1950er Jahren rückt der Sport immer stärker in den Mittelpunkt der Produktion. ZEHA entwickelt seine Fußballschuhe weiter und fertigt ab 1954 Modelle mit Nocken-Formsohlen. 1955/56 folgt die konsequente Spezialisierung auf Sportschuhe für Fußball, Training und Leichtathletik. In dieser Zeit werden auch die zwei Doppelstreifen zum unverwechselbaren Zeichen der Marke.

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1960

Von Hohenleuben in die Welt

1960 wird ZEHA offizieller Ausstatter der DDR-Olympiamannschaft und exportiert seine Sportschuhe bereits in 33 Länder. In den folgenden Jahren entstehen zahlreiche Spezialentwicklungen für den internationalen Wettkampfsport. 1962 entwickelt ZEHA den leichtesten Rennschuh der Welt und stattet die sowjetische Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft aus. 1965 werden die außergewöhnlichen Leistungen im Sportschuhbereich auf der Leipziger Messe mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

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1972

75 Jahre ZEHA

Zum 75-jährigen Jubiläum erreicht ZEHA mit mehr als 200.000 Paar Schuhen einen historischen Produktionshöhepunkt. Bei den Olympischen Spielen in München tragen zahlreiche erfolgreiche Athleten Sportschuhe aus Hohenleuben. Im selben Jahr endet die Geschichte als Familienunternehmen: ZEHA wird verstaatlicht und in einen volkseigenen Betrieb überführt. Die Entwicklung und Produktion von Spezialsportschuhen wird unter den neuen Bedingungen fortgesetzt.

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1992

Ein historischer Einschnitt

Nach der deutschen Wiedervereinigung verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. 1992 endet die Schuhproduktion am traditionsreichen Standort Hohenleuben. Damit schließt sich nach Jahrzehnten der Sportschuhfertigung ein bedeutendes Kapitel der ZEHA-Geschichte. Die Marke und ihr charakteristisches Zeichen, die zwei Doppelstreifen, bleiben jedoch erhalten – und werden zehn Jahre später zum Ausgangspunkt für einen neuen Anfang in Berlin.

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2002

Die Geschichte geht in Berlin weiter

Zehn Jahre nach dem Ende der Produktion in Hohenleuben beginnt in Berlin ein neues Kapitel. Alexander Barré und ein Freund beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte von ZEHA, recherchieren in Archiven und tragen historische Schuhe, Kataloge und Leisten zusammen. Auf dieser Grundlage wird die Marke neu aufgebaut. Ende 2003 kommen die ersten neuen ZEHA-Schuhe auf den Markt – und die zwei Doppelstreifen kehren zurück.

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2006

Ein Sommermärchen

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland besinnt sich ZEHA auf seine lange Fußballtradition. Mit der Carl-Häßner-Kollektion werden historische Fußballschuhe aus dem ZEHA-Archiv neu interpretiert und erstmals als hochwertige Lederschuhe für den Alltag weiterentwickelt. Vierzig Jahre nach dem WM66 verbindet ZEHA damit erneut eine Fußball-Weltmeisterschaft mit einem besonderen Kapitel seiner Schuhgeschichte.

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2024

Konzentration auf das Wesentliche

2024 richtet ZEHA seine Kollektion neu aus und konzentriert sich wieder auf die historischen Sportschuhe, die die Marke über Jahrzehnte geprägt haben. Gleichzeitig werden Konstruktionen, Materialien und Fertigung grundlegend überarbeitet und der Qualitätsanspruch deutlich angehoben. Die historischen Modelle bleiben Ausgangspunkt der Gestaltung – werden jedoch konstruktiv neu gedacht und als hochwertige Lederschuhe für die Gegenwart weiterentwickelt.

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